Unsere Geschichte
Wie alles Begann:
Nach einem gelungenen privaten Preisschießen traf man sich am 1.5.1958 mit 16 interessierten Personen im späteren Vereinslokal „am Altenberg“, um den Schießverein Hemschlar 1958 zu gründen. Gründungsmitglieder waren Helmut Althaus, Willi Althaus, Artur Dreisbach, Helmut Dreisbach, Karl Georg Dreisbach, Günter Hansmann, August Hoffmann, Ernst Klingspor, Georg Kroh, Helmut Müsse, Willi Paper, Gustav Römer, Walter Rothenpieler, Erich Sonneborn, Gerhard Sonneborn und Helmut Sonneborn. An diesem Abend beschloss man die Vereinssatzung und wählte den ersten Vorstand. Zwar Stand man als Verein vorerst ohne Geld da, aber die Motivation und die Vorfreude auf die nächsten Jahre überwog.
In den Anfängen:
Im Gründungsjahr wurde auch das erste Luftgewehr für 183,50 DM gekauft und ein vereinsinternes Preisschießen veranstaltet. Im folgenden Jahr galt das erste Schützenfest in Lehrers Steinbruch als besonderes Ereignis. Hier wurde August Hoffmann König und erkor Lore Lauber zur Königin. Zudem trat man in diesem Jahr dem Westfälischen Schützenbund bei. Ab 1960 wurde das Schützenfest oberhalb des Denkmals gefeiert. Wegen einer Spendenaktion konnte am Schützenfest 1962 die neue Vereinsfahne durch den Ehrenvorsitzenden des Schützenvereins Berghausen, Gustav Breuer, eingeweiht werden. Das zehnjährige Bestehen wurde 1968 mit 12 Gastvereinen und vier Kapellen gefeiert. Am 27.8.1973 wurde der Verein beim Amtsgericht eingetragen. Im Jahr 1974 erwarb man für 3250 DM als Festplatz die „alte Lehmgrube“ am Rundweg.
Der Kleinkaliber-Stand auf dem Buchholz:
1961 wurde der KK-Stand unterm Buchholz mit zwei Gehmann-Scheibenschießanlagen errichtet, indem man eine alte Baracke auf eine Betonplatte setzte. Mithilfe einer, durch einen Tauschvertrag erworbenen, Leihgabe in Form eines Unimogs konnten auch die nötigen Seitenwälle für den Schießstande geschoben werden. 1964 erwarb man zusätzlich einen KK-Scheibenautomaten. 1967 wurde die Baracke durch ein festes Gebäude ersetzt, welches wenige Jahre später erweitert wurde. 1973 erwarb der Verein das zuvor gepachtete Grundstück käuflich. Seither wurde der Schießstand immer wieder modernisiert und erneuert. Eine größere Renovierung fand in den Jahren 1994 und 1995 statt. Der KK-Stand bleibt trotz hoher Instandhaltungs- und Wartungskosten bis heute erhalten.
Das Sportschießen mit dem Luftgewehr:
In den ersten Jahren schoss man in der Gaststätte am Altenberg auf einem Schießstand durch zwei Räume. In den Räumlichkeiten kam man jedoch nur auf eine Strecke von ca. 9,5 Meter und nicht auf die erforderlichen 10 Meter. Daraufhin erfolgte ein Wechsel zur Wirtschaft Knebel nach Rinthe, in der man zwei Stände betreiben konnte. 1966 wurden vier Schießstände im Stall der Gastwirtschaft Blankenstein errichtet. 1975 musste der Stall in der Gaststätte Blankenstein geräumt werden. In der nächsten Zeit fand das Training bei den befreundeten Vereinen Berghausen, Erndtebrück und Laasphe sowie in Lohrmanns Baracke und bei Helmut Sonneborn statt. Nachdem man die 1974 erkaufte Lehmgrube mit Wegschutt auffüllte, erbaute man 1980-1981 in kurzer Bauzeit und durch ca. 4500 in Eigenleistung erbrachten Arbeitsstunden das Schützenheim mit 10 Schießständen, einem Thekenraum, einem Jugendraum und Toiletten. Ein sehr großer Kostenanteil musste wegen den sehr knapp ausgefallenen Zuschüssen selber finanziert werden.
Der Bau der Schützenhalle:
Um das alte Festzeltgestänge zu ersetzen, beschloss man in 1989 eine Schützenhalle neben dem Schützenheim zu errichten. Für das nötige Bauholz lies man 30 von der Stadt Bad Berleburg gespendete Festmeter, 20 von der Berleburger Rentkammer gespendete Festmeter und 33 von heimischen Waldbauern gespendete Festmeter Holz im Sägewerk Rinthe zu 85 Kubikmetern Bauholz schneiden. Das Grundgerüst der 30m mal 20m großen Halle wurde von drei Personen in nur drei Tagen gezimmert. Anschließend wurden die Balken gestrichen, das Fachwerk ausgemauert und ein Dach errichtet. Zu allen diesen Diensten fanden sich täglich ca. 10-12 Personen als Helfer ein. In der nächsten Zeit gab jedes Jahr der Schützenkönig einen Geldbetrag um das Mauerwerk innerhalb des Fachwerks zu finanzieren. Für die gesamte Halle bekam man ein Darlehen von 56.000 DM von der Stadt. Der gesamte Betrag konnte durch Spenden und Eigenleistung zurückgezahlt werden. Die Schützenhalle wurde 1989 innerhalb von drei Monaten in Eigenleistung errichtet. 1990 pflasterte man den Boden. 1991 wurde ein Häuschen vor der Vogelstange hinzugefügt. Den Vorplatz pflasterte man in 2005. In den Jahren 2021 und 2022 wurde die Heizung ersetzt und die Sanitäranlagen wurden renoviert. Im Jahr 2024 konnte der Schießverein seinen Luftgewehr Schießstand renovieren und digitalisieren. Auf den Ständen 3-10 wird nun auf einer Disag-Anlage geschossen, die die Treffer per Lichtschranke einfängt.
Die Zeit bis Heute:
Das zweite Berleburger Stadtschützenfest konnte 1987 in Hemschlar ausgetragen werden. Im Jahr 1991 nahm man an einem Gelöbnis der Luftwaffenrekruten teil. 1995 konnte der Verein aufgrund eines Unfalls beim Vogelschießen keinen König neuen stellen. Beim Stadtschützenfest in 1996 konnte sich das Vereinsmitglied Arno Traut durchsetzen und erkor Julia Neumann zur Königin. Beim ersten Bezirkschützenfest der Schützenbezirks Westfahlen-Süd schoss das Vereinsmitglied Hans Heinrich Müsse als einer von 150 Anwärtern den Vogel. 2008 konnte stolz das 50-jährige Jubiläum gefeiert werden. In 2016 konnte man leider mangels Bewerber keinen König stellen und somit fühlte man sich gezwungen die Verpflichtungen des Schützenkönigs oder der Schützenkönigin einzuschränken. Seitdem freuen wir uns wieder auf viele spannende Vogelschießen.
Sportlich gesehen war und ist der Verein stets sehr erfolgreich, stellte schon oftmals Schützen bei den deutschen Meisterschaften und es konnten Mannschaften erfolgreich auf Landesebene an Rundenwettkämpfen teilnehmen. 1991 konnte Ulrike Heinze mit der Armbrust den Deutschen Meisterschaftstitel erringen und wurde 2004 vom Stadtsportverbund zur Sportlerin des Jahres gewählt. 1989 und 2000 wurde eine Mannschaft unseres Schießvereins zur Mannschaft des Jahres gewählt.
1. Vorsitzende seit der Vereinsgründung:
Helmut Sonneborn 1958-1962
Helmut Althaus 1962-1967
Dieter Aderhold 1967-1973
Herbert Althaus 1973-1975
Helmut Sonneborn 1975-1989
Karl Georg Dreisbach 1989-1995
Bernd Müller 1995-2004
Hans Heinrich Müsse 2004-2012
Christiane Dreisbach 2013-2015
Sven Hein (kommissarisch) 2016
Helmut Bald 2016-2022
Sven Hein seit 2022
Königspaare
1959 August Hoffmann und Lore Lauber
1960 Gustav Afflerbach und Anne Althaus
1961 Willi Paper und Lieselotte Dreisbach
1962 Christian Spieß und Hedwig Müsse
1963 Heinrich Schneider und Renate Schneider
1964 Dieter Aderhold und Wilma Sonneborn
1965 Wilhelm Womelsdorf und Johanna Dreisbach
1966 Helmut Sonneborn und Irmhild Albrecht
1967 Klaus Albrecht und Elke Womelsdorf
1968 Winfried Müsse und Hilde Böhl
1969 Hans Müsse und Hildegard Sikorra
1970 Günther Dickel und Luise Römer
1971 Olaf Ginsberg und Luise Schrenk
1972 Kurt Grübener und Else Grübener
1973 Erich Neugebauer und Helga Müsse
1974 Karl Schrenk und Brigitte Schrenk
1975 Willi Dörnbach und Brunhilde Dörnbach
1976 Karl Georg Dreisbach und Inge Müsse
1977 Herbert Althaus und Hildegard Sikorra
1978 Helmut Dreisbach und Irmgard Sonneborn
1979 Harald Nölling und Iris Linde
1980 Josef Kleindopp und Anni Lerch
1981 Hans Heinrich Müsse und Karin Lichy
1982 Oswald Eckhard und Hiltrud Röser
1983 Paul Gißelmann und Magret Florian
1984 Norbert Steinhof und Ursula Klingspor
1985 Reinhard Walle und Iris Treige
1986 Helmut Sonneborn und Leonore Grüning
1987 Gerhard Afflerbach und Margret Gisselmann
1988 Bernd Müller und Andrea Dreisbach
1989 Stephan Oehm und Ellen Afflerbach
1990 Manfred Klancnik und Hedwig Neugebauer
1991 Christoph Dreisbach und Christiane Fuchs
1992 Arno Traut und Bärbel Höse
1993-1994 Andreas Röser und Bianka Klein
1995 Horst Müsse und Roswitha Braun
1996 Karl Georg Dreisbach und Irmgard Afflerbach
1997 Walter Sonneborn und Wilma Sonneborn
1998 Helmut Sonneborn und Hannelore Bald
1999 Erich Neugebauer und Helga Müsse
2000 Gerhard Afflerbach und Magret Gisselmann
2001 Dirk Womelsdorf und Birgit Pilsel
2002 Patrick Mühmel und Katharina Althaus
2003 Eberhard Treude und Emilie Treude
2004 Hans Joachim Mühmel und Marion Traut
2005 Daniel Braun und Anna Lena Pfeiffer
2006 Sven Hein und Nadine Grebe
2007 Dirk Henk und Dagmar Henk
2008 André Hüster und Mareike Sperschneider
2009 Thorsten Müller und Marina Julius
2010 Arno Traut und Marion Traut
2011 Günther Bender und Elke Bender
2012 Klaus Dieter Braun und Gudrun Pikhan
2013 Christiane Dreisbach und Christof Dreisbach
2014 Lars- Uwe Bald
2015-2016 Helmut Bald und Claudia Shabou
2017 Hans Heinrich Müsse
2018 Mauritz Watzek und Viktoria Dienst
2019-2020 Claudia Bald und Helmut Bald
2021 Tobias Steinhof
2022 Milo Bald und Anna Althaus
2023 Mika Hoffmann und Leandra Grebe
2024 Moritz Schmidt und Jana Becker
2025 Mik Römer und Selina Sackwitz
Jubelkönigspaare/ Kaiserpaare
1968 Helmut Sonneborn und Irmhild Albrecht
1983 Helmut Dreisbach und Ursula Stieborsky
2008 Hans Joachim Mühmelund Gabriele Mühmel 2013 Andreas Röser und Bianka Röser 2018 Sven Hein
2023 Mauritz Watzek und Anna-Maria Wöhr
Das Hemschlarer Schützengedicht
1.) Wo in mancher frohen Runde
sind vereint im Bruderbunde
und sportlich mit Gewehren
kämpfen um die Siegerehren,
im Verein sich gegenseitig nützen,
dass sind die Hemschlarer Schützen.
2.) Bei Schützenfreunden fern und nah,
man sie im edlen Wettstreit sah.
Zu manchem Fest, mit frohem Sinn,
zogen sie gemeinsam hin.
Bei Sonne, Regen und auch Blitzen,
marschieren auch die Hemschlarer Schützen.
3.) Manch einer in die Ferne geht,
dort wohl auch im Glück besteht.
Doch ziehen die Erinnerungen voller Reiz
ihn in Gedanken in die Hemschlarer Schweiz.
Immer wird das Heimweh er besitzen,
so lebt dann wohl, ihr Hemschlarer Schützen.
4.) Kehrt er dann nach Jahren wieder,
lässt sich wandermüde nieder,
oder kehrt auch nur als Gast er ein,
dann solls in dieser Runde sein.
Froh wird er wieder gerne sitzen
im Kreise seiner Hemschlarer Schützen.
5.) Drum lasset uns die Gläser heben
und trinken auf ein glücklich Leben.
Wir wollen uns des Leben freu`n,
Schützenbrüder und auch -schwestern sein,
auf Treu und Redlichkeit uns stützen:
„Zum Wohle denn, Ihr Hemschlarer Schützen“